Kleines Textil-ABC
Was heißt eigentlich...
Wir haben für Sie die wichtigsten Begriffe aus unserer Textilwelt hier zusammenfassend aufgeführt. Denn: Sie sollen wissen, womit Sie es zu tun haben. Wollen Sie noch mehr wissen? Fragen Sie gerne unsere Berater. Sie helfen Ihnen gerne, eine für Sie passende Textilie zu finden.
Fleece
Fleece (engl. für Flausch) ist die englische und mittlerweile allgemein übliche Bezeichnung für synthetischen Webpelz aus Polyester. Dabei handelt es sich nicht um ein Gewebe, sondern um Maschenware. Bei der Bindung werden Plüschhenkel gebildet, die anschließend aufgeschnitten und aufgeraut werden. Der Fleece zeichnet sich durch hohes Wärmeisolationsvermögen aus, ohne schwer zu sein. Es ist atmungsaktiv und elastisch. Somit weist der Fleece einen hohen Tragekomfort auf.
Frottee
Frottee ist ein Gewebe mit besonderer Saugfähigkeit und angenehmem Griff, welches hauptsächlich für Heimtextilien verwendet wird. Charakteristisch sind die kleinen Schlingen, Knötchen und Noppen. Es ist eine Sonderform des Plüsch. Wichtig ist hierbei, zwischen Frottee und Frottier zu unterscheiden: Frottee wird im Gegensatz zu Frottier aus einem Effektgarn, genauer einem Schlingenzwirn im Schuss, an einer regulären Webmaschine ohne Frottierfunktion hergestellt.
Leinwandbindung
Die Leinwandbindung ist die einfachste der drei Grundbindungen beim Weben. Kein anderes Gewebe weist eine so enge Verkreuzung von Kett-und Schussfäden auf. Gewebe mit Leinwandbindung zeigen auf rechter und linker Warenseite das gleiche Warenbild, d.h. sie sind bindungsgleich. Je nach verwendeter Faser-und Garnart und Fadendichte zeichnen sich leinwandbindige Gewebe durch hohe Scheuer-und Schiebefestigkeiten aus.
Pilling
Pilling, oder Fusseln / Flusen, sind Fasern, welche sich aus Garnen von Geweben oder Gewirken gelöst haben. Sie fallen entweder ab, bleiben locker im Stoff hängen oder sammeln sich an der Oberfläche des Stoffes. Bei Wollfasern verfilzen diese Fusseln häufig an der Oberfläche des Stoffes und bilden ·Knötchen“. Das Phänomen der Knötchenbildung wird Pilling genannt. Mit einer Anti – Pilling Ausrüstung kann der Effekt reduziert werden. Die mechanische und thermische Belastung der Kleidungsstücke in der Waschmaschine und im Wäschetrockner begünstigt die Lösung von Fasern aus den Fäden. Auch werden die bereits an der Oberfläche oder locker im Stoff befindlichen Fusseln beim Waschen gelöst oder vom Luftstrom des Trockners erfasst. Daher finden sich im Flusensieb – insbesondere des Wäschetrockners – neben Staub und Haaren, auch viele Fusseln. So lässt sich auch erklären, warum Stoffe mit zunehmender Anzahl an Wäschen und Trocknungen dünner werden und schließlich reißen können.
Piquee
Ein Piquee ist ein meist baumwollenes Gewebe mit abwechselnd erhöhten und vertieften Stellen. Es erscheint wie gesteppt und gehört zu den Doppelgeweben. Beim Weben werden zwei übereinanderliegende Ketten verwendet, von denen jede einen eigenen Einschuss erhält. Die Verbindung beider Ketten erfolgt dadurch, dass zeitweise einzelne Fäden der einen Kette in die andere verlegt und durch die Einschussfäden dieser Kette mit gebunden werden. Für das obere Gewebe, die rechte Seite oder den Grund, verwendet man feineres Garn und doppelt so viel Fäden pro Zentimeter als für das untere, das sog. Futter. Die Stellen oder Linien, in denen die beiden Gewebe miteinander verbunden sind, erscheinen zwischen den übrigen Teilen vertieft.
Popeline
Popeline ist ein Stoff mit besonders dichtem Gewebe aus Kammgarnen in Leinwandbindung mit sehr dichtem und etwas weicher gedrehtem Schussfaden. Je nach Rohstoff und Gewebedichte ist Popeline für Hemden, Blusen, Röcke, Jacken und leichte Mäntel geeignet.
PU Beschichtung
Im Grunde gibt es zwei Arten der Beschichtung: 1. der Faser, 2. der Fläche. Hier wird eine PU Beschichtung (Polyurethan Beschichtung) aufgebracht, wodurch das Gewebe wasserabweisend oder windabweisend gemacht werden kann. Die Beschichtungen fallen sehr unterschiedlich aus – je nach Einsatzzweck gibt es unterschiedliche PU Beschichtungen.
Ripstop – Gewebe
Ableitung der Leinwandbindung. Es ist ein "Muster" durch die Verstärkung der Kett-und Schussfäden zu erkennen.
Single Jersey
Single Jersey ist kein Gewebe, sondern eine ganz feine Maschenware (Gewirke). Jersey-Stoffe sind weich und sehr saugfähig.
Thinsulate
Thinsulate ist eine synthetische Mikrofaservlies-Einlage. Diese dient der Wärmeisolierung, Kälteschutz und fungiert als Windstopper. Es ist leicht, atmungsaktiv, wasserdampfdurchlässig, elastisch, reißfest und langlebig, ebenso angenehm weich. Durch die extrem dünnen Fasern hat das Vlies eine erheblich höhere Gesamtoberfläche pro Volumeneinheit und kann somit mehr isolierte Luft festhalten, welches schon bei geringen Materialstärken bzw. Grammaturen einen hervorragenden Kälteschutz bietet.
Soft Shell
Soft Shell Material hat folgende Eigenschaften: weich und anschmiegsam, elastisch, robust, bewegungsfreundlich, wind-und wasserdicht mit hoher Atmungsaktivität, das Körperklima wird konstant gehalten und es bietet zugleich durch die Elastizität angenehmen Bewegungsspielraum während des Tragens. Soft Shells gelten als sehr leicht und kombinieren die Funktionen einer äußeren und mittleren Bekleidungsschicht in einem Produkt. Meist haben Soft Shell Produkte eine innenseitige dünne Fleeceeinlage. Außen wird i.d.R. ein abriebfestes und strapazierfähiges Material aus synthetischen Fasern verwendet. Dabei handelt es sich um Kunstfasern gewebter Stoffe wie beispielsweise Polyester und Polyamid oder um Laminate (Membran), welche das Innenfutter isolieren und die Feuchtigkeit transportieren. Soft Shell Jacken sind viel winddichter und wärmer als Fleecejacken und zu gleich deutlich atmungsaktiver als Wetterschutzjacken.
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